Wie lassen sich die regionalen Lebensverhältnisse schnell und zugleich wirkungsvoll verbessern? Genau dieser Herausforderung haben sich die Wirtschaftsregion Lausitz und ihre Partner gestellt. Das im August 2016 gestartete Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) im Forschungsfeld „Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung“ bot die Chance, die derzeitige Mobilitätssituation im Spreewald zu analysieren, die interkommunale Zusammenarbeit zu vertiefen und die Region proaktiv und vorausschauend zu gestalten. So ist es beispielsweise gelungen, das konkrete Bedienangebot auf mehreren Buslinien im ÖPNV zu verbessern. Dies dient nicht nur der besseren Erreichbarkeit von Arbeitsplatz und Wohnort der Arbeitnehmer, sondern ist auch ein notwendiger Baustein auf dem Weg zur Einführung der „SpreewaldCard“. Dazu gehörte auch die Novellierung des Brandenburgischen Kommunalabgabengesetzes als weiterer Baustein. Auch die Initiierung einer unternehmensfinanzierten Mobilitätslösung für Beschäftigte der Tourismusbranche sowie im Hotel- und Gastgewerbe haben das Projekt geprägt, ebenso wie die Niederschrift der Ergebnisse und Erfahrungen in einem Leitfaden zum Vorgehen bei Konzeption und Umsetzung. Die Akteure waren sich darüber einig, dass die Attraktivität und Standortqualität der Modellregion aufgewertet wurden. Damit leisteten sie einen sichtbaren Beitrag zur Verbesserung der regionalen Lebensbedingungen. Zugleich wurde deutlich, dass der entstandene Rahmen auch von den verschiedenen Akteuren ausgefüllt werden muss, sollen die Angebote erhalten und bedarfsweise weiter ausgebaut werden. Hier zeigt sich die Bedeutung regionaler Eigeninitiative und Verantwortung.

Imagefilm zur SpreewaldCard

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen eines Modellvorhabens der Raumordnung im Forschungsfeld „Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“.