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Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Brandenburgs

07.10.2021. Zum ersten Mal seit seiner Gründung im Februar hat sich der Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Brandenburg heute zu einer Präsenzsitzung getroffen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Gremium bisher nur virtuell tagen. Im Mittelpunkt der heutigen Sitzung stand die Diskussion zum Schwerpunktthema „Umsetzung der Energiewende in Brandenburg und CO2-freie Industrieprozesse“ sowie die Befassung mit Eckpunkten zur Weiterentwicklung der Landesnachhaltigkeitsstrategie. Der Beiratsvorsitzende, Professor Ortwin Renn, wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) leitete die nunmehr dritte Sitzung. An ihr nahm auch die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, teil.

Für das Schwerpunktthema „Umsetzung der Energiewende in Brandenburg und CO2-freie Industrieprozesse“ hatte das Beiratsmitglied Rüdiger Kuhn (Pro Brandenburg e.V. und Vorstandsvorsitzender der CEMEX Deutschland AG) die Bearbeitung übernommen. In der heutigen Sitzung wurden die Sichtweisen und Fachexpertisen der weiteren Beiratsmitglieder zusammengetragen.

Kuhn sagte: „Mit seiner Vielzahl von hochwertigen Industriestandorten, ergänzt um weit über die Region hinaus bekannte Einrichtungen aus Forschung und Entwicklung, besitzt Brandenburg die besten Voraussetzungen, um auf dem Gebiet der Energiewende zu einem der Vorreiter in Deutschland zu werden. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg ist unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsbeirat des Landes: Er bietet uns eine wunderbare Plattform, um im Zusammenspiel aus Politik, Wirtschaft, Lehre und Forschung sowie der Brandenburger Jugend innovative Wege hin zu einer nachhaltigen Zukunft Brandenburgs gleichberechtigt zu diskutieren, zu überprüfen und am Ende in einem gemeinsamen Vorschlag der Landesregierung zu präsentieren.“

In einem nächsten Schritt soll das Schwerpunktthema Anfang November im Rahmen eines Treffens der Beiratsmitglieder mit den zuständigen Fachministern Axel Vogel (Umwelt und Klimaschutz) und Jörg Steinbach (Wirtschaft und Energie) sowie mit Staatskanzlei-Chefin Kathrin Schneider erörtert werden.

Eine der Hauptaufgaben des Nachhaltigkeitsbeirates ist auch, an der Weiterentwicklung der Landesnachhaltigkeitsstrategie mitzuwirken. Ministerin Schneider stellte dazu erste Eckpunkte und konzeptionelle Überlegungen der Staatskanzlei vor. Mit Blick auf die Arbeit des Nachhaltigkeitsbeirates betonte Schneider: „Nachhaltigkeit ist mehr als das Aneinanderreihen einzelner Themen. Wir wollen uns bei der Weiterentwicklung der Landesnachhaltigkeitsstrategie an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ausrichten. Die Ziele, die die Vereinten Nationen dort festgelegt haben, sollen auf die Situation in Brandenburg angewandt werden. Dabei wird es auch darum gehen, verschiedene Themen gemeinsam zu betrachten. Der Nachhaltigkeitsbeirat hat auf seiner heutigen Sitzung in Bezug auf das Thema Energiewende gezeigt, wie das aussehen kann. Die Impulse aus der heutigen Sitzung fließen ausdrücklich in den weiteren Arbeitsprozess der Landesregierung ein.“

Mit Blick auf die weitere inhaltliche Arbeit hat der Beirat zudem über die thematischen Schwerpunkte des kommenden Jahres gesprochen. In der nächsten Beiratssitzung im Januar 2022 soll zunächst das unter Patenschaft von Professorin Uta Steinhardt (Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)) laufende Schwerpunktthema „Resiliente Erneuerung nach der Corona-Krise“ vertieft diskutiert werden.

Darüber hinaus hat sich der Beirat darauf verständigt, das Thema „Wasser“ im Laufe des kommenden Jahres zu behandeln. Beiratsvorsitzender Renn: „Der Klimawandel und andere globale Veränderungen der ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen werden zunehmend auch in Brandenburg spürbar. Davon sind vor allem das Umweltmedium Wasser und die damit verbundenen Wirtschaftszweige betroffen. Daher wird der Beirat sich im kommenden Jahr zusätzlich zur Landesnachhaltigkeitsstrategie um das Thema Wasser kümmern.

Mitglieder des Nachhaltigkeitsbeirates:

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor des Potsdamer Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS)
  • Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU)
  • Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
  • Prof. Dr. Uta Steinhardt, Professorin an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz
  • Rüdiger Kuhn, Vertreter von Pro Brandenburg und Vorstandsvorsitzender der CEMEX Deutschland mit Sitz in Rüdersdorf, eines der international größten Zementproduzenten
  • Silke Hansen, Vorstandssprecherin des Landesjugendrings Brandenburg; Referentin und Studienleiterin für Jugendarbeit bei der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz

Quelle: Staatskanzlei Brandenburg, Presse- und Informationsarbeit

Staatskanzlei Brandenburg