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Strukturwandel: DGB startet Revierwende-Projekt

08.12.2021. Am heutigen Mittwoch startet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sein Projekt „Revierwende“, das die gewerkschaftlichen Aktivitäten des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften im Zuge des Strukturwandels unterstützt. Für das Lausitzer Revier werden Büros in Cottbus und Görlitz eröffnet.

Die Revierwendebüros werden erste Anlaufstelle in Fragen der Gestaltung des Strukturwandels sein. Sie gestalten vor Ort Veränderung aktiv mit und bringen dabei die Ideen und Anregungen der Beschäftigten aus den Kohleregionen in die Transformation ein. „Im Strukturwandel sind die Gewerkschaften wichtige Akteure, um die Transformation zu gestalten. Als Ansprechpartner, Ideengeber und Vermittler vor Ort stellen sie sicher, dass die Interessen der Beschäftigten im sozial-ökologischen Wandel angemessen berücksichtigt werden“, erläutert Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg, „dabei unterstützt jetzt das wichtige und lang vorbereitete Revierwende-Projekt.“

 „Die von der Ampel-Koalition beabsichtigte Beschleunigung des Kohleausstiegs stellt die Kohlereviere vor zusätzliche enorme Herausforderungen“, sagte der DGB-Bezirksvorsitzende. „Wer früher aussteigen will, muss den Ausbau von erneuerbaren Energien, Gaskraftwerken, Netzen und Speichern beschleunigen. Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie den Strukturwandel flächendeckend mit der Verankerung von Guter Arbeit im Revier verbindet und die Auszahlung der Strukturförderung zeitlich anpasst. Alle müssen verstehen: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind ein wichtiger Teil der Wirtschaft. Sie spüren den Strukturwandel als erste. Ihre Interessen gehören also ganz nach oben auf die Tagesordnung. Das gilt auch für die Ansiedlung von mitbestimmten und tarifgebundenen Arbeitsplätzen sowie die Absicherung der Beschäftigten in der Kohle- und Energiewirtschaft“, sagt Hoßbach.

Quelle: DGB Bezirk Berlin-Brandenburg

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