Pressemitteilung

Einig und effizient. Strukturentwicklung in der Lausitz geschlossen vorantreiben.

Cottbus/17/01/2020. Die Lausitz spricht in der Strukturentwicklung zukünftig mit einer Stimme. Das ist die als Kernaussage der zweitägigen Klausurtagung, zu der die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) die wichtigsten Akteure geladen hat.

Im Rahmen der Tagung hat sich die WRL mit den Lausitzbeauftragten der Landesregierungen in Brandenburg und im Freistaat Sachsen, den Sprechern der Lausitzrunde, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Kammern der Länder sowie der Innovationsregion und der Wirtschaftsinitiative Lausitz auf eine gemeinsame Position verständigt. „Ziel ist es, die Lausitz zu einer innovativen und nachhaltigen Wirtschaftsmodellregion zu entwickeln.“, sagt Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz und Sprecher der WRL. „Maßstab des Erfolges ist die Akzeptanz der Strukturentwicklung durch die Bürger der Lausitz.“, führt Bernd Lange weiter aus. „Dies erfolgt durch neuartige Bürgerbeteiligungsprozesse durch unsere Zukunftswerkstatt Lausitz. Keiner soll zurück bleiben! Jeder kann sich einbringen! Um mit ein tatsächliches WIR-Gefühl zu erzeugen, haben die regionalen Akteure der Lausitz auf Aufgabenzuteilungen vorgenommen:

Aufgabenfeld WRL und Lausitzbeauftragte

­      „Seismograph“ des Strukturwandels: Transparenter Monitoringprozess für die gesamte Lausitz: Alle 2 Jahre wird öffentlich Bilanz zur Strukturentwicklung gezogen, erstmalig Januar 2021.

­      Strategische Ausrichtung der Lausitz: Innovative Beteiligungsprozesse initiieren und durchführen: Die Entwicklungsstrategie ist fortzuschreiben.

­      Initiierung Netzwerke : Die Studien der „Zukunftswerkstatt Lausitz“ bieten die Grundlage für die fachliche Konzeption wertschöpfungsorientierter Netzwerke, die lausitzweit tätig sein werden. In Planung sind Netzwerke für Wasserstoff, Digitalisierung und Mobilität unter Beteiligung von Hochschulen und Unternehmen.

Öffentlichkeitsarbeit : Gemeinsam mit der WFBB und der WFS wird eine investorenbezogene Broschüre und Website erstellt und gepflegt: www.Lausitz-Invest.de, Herausgabe Revierzeitung (4-mal jährlich) sowie weiteres Standortmarketing.

­     Projektarbeit:

  • Umsetzung „Unternehmen Revier“
  • Umsetzung „Sächsische Mitmach-Fonds“ des Freistaates Sachsen
  • Umsetzung „Fördergrundsätze Lausitz“ des Landes Brandenburg
  • Umsetzung (einzelner) länder- und landkreisübergreifender Projekte Mitentscheidungsrecht bei der Verteilung der Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz

Aufgabenfeld der Wirtschaftsfördergesellschaften der Länder (WFBB, WFS)

  • Investitionen akquirieren und ansiedeln (in Kooperation mit den kreislichen Wirtschaftsförderern)
  • Internationale Investorenwerbung (u.a. auf Messen) / Kooperation mit Bundesgesellschaft Germany Trade and Invest (GTAI)
  • Unterstützung strategisch bedeutsamer Entwicklungsvorhaben

Aufgabenfeld kreisliche Wirtschaftsförderer

  • Unterstützung der Bestandsentwicklung im Landkreis bzw. in der kreisfreien Stadt Cottbus
  • Kooperation mit WFBB und WFS bei der Betreuung von Investoren unter Einbeziehung und in Absprache mit den Kommunen

Aufgabenfeld Lausitzrunde

  • „Seismograph“ für die Entwicklung kleiner Unternehmen und Handwerksbetriebe vor Ort
  • „Seismograph“ für die Akzeptanz der Strukturentwicklung bei den Bürgern
  • Erstbetreuung der Investoren (in Absprache bzw. Kooperation mit Reg. Wirtschaftsförderungsgesellschaften)
  • Gewerbeflächenentwicklung auf Vorrat

Aufgabenfeld der Kammern (IHK, HWK) und der Innovationsregion Lausitz (IRL)

  • Pflege Bestandsunternehmen
  • Neuausrichtung Bestandsunternehmen
  • Entwicklung neuer Geschäftsfelder für Bestandsunternehmen
  • innovative Unternehmensberatung für Bestandunternehmen

Aufgabenfeld Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL)

  • Fachkräftequalifizierung
  • LEX: Existenzgründerwettbewerb
  • LWTP: Lausitzer WissenschaftsTransferpreis

Das Strukturstärkungsgesetz wird zeitnah beschlossen und gefordert sind konkrete Maßnahmen seitens des Bundes:

–      Staatsvertrag zwischen Bund und Länder Brandenburg und Sachsen – Sondervermögen beim Bund einrichten

–     Infrastrukturmaßnahmen 1:1 zur Empfehlung KWSB umsetzen (keine Bedarfsplanung, sondern Angebotsplanung)

–      Verzicht auf Kofinanzierung durch Länder und/oder Kommunen

–      Unternehmensförderung ermöglichen (Sonderabschreibungen)

–      Förderung von konsumtiven Mitteln

–     Planungsbeschleunigung ermöglichen

–      Keine Mittel für Bergbausanierung im Strukturstärkungsgesetz verankern

–      EU: Kohleregion Ziel 1 Fördergebiet

–      Gewerbeflächen müssen „auf Vorrat“ entwickelt werden (Adressat Länder)

–    Die Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz sind grundsätzlich als ergänzende Mittel zu betrachten (der gleichberechtigte Zugang zu bundes- und/oder landesweit geltenden Förderrichtlinien muss dauerhaft sichergestellt werden)

–    Zusätzliche Investitionspauschale für die Gemeinden und Landkreise der WRL

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